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Genderkriterien |
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| ÜBERGEORDNETES ZIEL |
Mädchen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fördern,
- denn der Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften in diesen Bereichen ist hoch - gerade in der Region Berlin als Forschungs- und Wissenschaftszentrum
- damit Frauen an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen kompetent teilhaben können
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| GRUNDPRINZIPIEN |
- Das Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bei Mädchen frühzeitig wecken
- Mädchen ermutigen: Fragen nach Bedeutung und Sinn ernst nehmen, erkennen, wo sie unsicher sind, ihre Schwierigkeiten und Ängste aufdecken, daran anknüpfen und sie positiv wenden
- Den Mädchen ihre besonderen Stärken bewusst machen, ihre Stärken aufwerten und nutzen
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| METHODEN |
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| 1. Schaffen einer positiven Lernkultur |
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Auf Identifikationsmöglichkeiten mit handelnden Personen in Darstellungen achten
- Weibliche Lebenssituationen und Erfahrungen mit einbeziehen
- Sprache der Zielgruppe angemessen auswählen, d.h. Frauen und Mädchen sprachlich mit einbeziehen
- Verschiedene Ziele und Werte berücksichtigen
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Positives Selbstbild entwickeln
- Raum für subjektive Sichtweisen geben
- Selbstbewusstsein stärken – z.B. Mädchen ermutigen, ihre Meinung auszusprechen, zu fragen
- Produktiv mit Fehlern umgehen
- Selbstevaluation anregen und einbeziehen
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Individuellen Bedürfnissen entgegenkommen
- Unterschiedliche Zugangs- und Arbeitsweisen anbieten bzw. zulassen
- Unterschiedliche Lernstrategien berücksichtigen
- Umwege und alternative Lösungswege zulassen
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Eine neue Aufgabenkultur entwickeln
- Lernende ermutigen, Fragen zu stellen
- Aufgaben und Probleme nicht nur lösen, sondern auch selbst erkennen, entwickeln, formulieren und analysieren
- Brauchbare Informationen sammeln und extrahieren
- Vorannahmen kritisieren
- Probleme und Lösungen kritisch reflektieren
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2. Bereitstellung alternativer und unterschiedlicher Arbeits- und Organisations-
formen |
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Eigenaktivität und Selbständigkeit fördern
- Selbst Fragen stellen, Probleme suchen und erkennen
- Sich auf forschende Herangehensweisen einlassen und selbst tätig werden
- Wissen in Zusammenhänge betten und Kompetenzen entwickeln und anwenden
- Konsequenzen von MINT-Anwendungen abschätzen und kritisch hinterfragen
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Forschungsaktivitäten und Problemlösen bewusst thematisieren und dazu heraus-
fordern
- Problembewusstsein und Problemlösestrategien entwickeln
- Genügend Zeit einplanen, um sich intensiv mit einem Thema zu beschäftigen, um den Sachverhalt zu durchschauen
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Verschiedene Kommunikations- und Interaktionsweisen berücksichtigen
- Kommunikative Bedürfnisse als wichtigen Teil des Lernprozesses wahrnehmen und für kollektive Auseinandersetzungen nutzen
- Zusammenarbeit / Kooperation und den Austausch von Ideen einfordern und unterstützen
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Traditionelle Geschlechterrollen nicht verstärken
- Darauf achten, dass die Arbeitsteilung nicht traditionelle Rollen zuschreibt (z.B. indem der Junge das Experiment durchführt und das Mädchen das Protokoll schreibt)
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3. Angebot alternativer und unterschiedlicher Zugangsweisen, die Mädchen stärker ansprechen könnten |
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Deutlich machen, dass Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik keineswegs in sich abgeschlossene Gebiete sind (für die man sich entweder interessiert oder nicht), sondern mit vielen anderen Bereiche unseres Lebens in Verbindung stehen, wie z.B.
- Kultur: z.B. Musik, Kunst, Philosophie
- Gesellschaftliches Zusammenleben: z.B. Geschichte, Politik
- Zusammenleben zwischen Mensch und Natur: z.B. Ökologie, Tierhaltung, Land-
wirtschaft
- Gesundheit: z.B. Psychologie, Sportwissenschaft, Medizin
Verschiedene übergreifende Themen und Inhalte mit einbeziehen, um Zusammen-
hänge zu thematisieren und gleichzeitig unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zu schaffen
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Die gesellschaftliche Relevanz und Problematik mathematischer, naturwissen-
schaftlicher und technischer Kompetenzen aufzeigen
- Argumentieren sowie Argumente durchschauen und kritisch hinterfragen können
- Zahlen benutzen können, um Meinungen zu unterstützen oder zurückzuweisen
- Mathematische Komponente eines Problems erkennen können
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Mathematik/Naturwissenschaft/Technik als soziale Tätigkeit aufzeigen
- Zentrale Rolle von Interaktion und Austausch deutlich machen
- Zeigen, dass jede/jeder durch Tätigkeiten in diesen Bereichen wichtige Beiträge zur gesellschaftlichen Verbesserung leisten kann
- Verdeutlichen, dass die Forschung in diesen Bereichen nicht allein auf die Beschäftigung mit einem beliebigen Erkenntnisfortschritt beschränkt ist, sondern die Warum-Frage ebenso relevant ist
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Mathematische und naturwissenschaftliche Qualität der Modellbildung aufzeigen, diskutieren und Strukturen sichtbar machen sowie Folgerungen hinterfragen
- Mathematik und Naturwissenschaften nicht als gegeben, sondern als von Menschen kreierte Modelle wahrnehmen, die kritisierbar und beeinflussbar sind
- Alternative Möglichkeiten in Betracht ziehen
- Zusätzliche Kriterien für Entscheidungen wie etwa soziale Relevanz, Nachhaltigkeit usw. einbeziehen und die Folgen deren Verwendung erkennen
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Auf Vorwissen und Erfahrungen aufbauen, die beiden Geschlechter gemeinsam sind, und Unterschiede in Erfahrungen explizit machen.
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| 4. Qualität |
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- Übereinstimmung des Angebots mit dem Ziel
- Qualität der Materialen
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| 5.Incentives |
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- Was bekommen die TeilnehmerInnen? (Produkt, Materialien, Qualifikation)
- Was lernen die TeilnehmerInnen?
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Auch Jungen können von einer anderen kritischeren mathematisch-naturwissenschaft-
lichen Bildung profitieren, denn
- in alternativen kooperativen Arbeits- und Kommunikationsweisen sind sie nicht mehr nur Einzelkämpfer
- Jungen aus bildungsfernen Familien brauchen auch besondere Zugangsmöglichkeiten, da auch sie wenig Vorerfahrungen und Kompetenzen mitbringen
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